Nistkasten für Vögel


Nistkästen, auch Brutkästen oder Meisenkästen genannt, unterstützen unsere heimischen Vogelarten bei der Nestsuche und ermöglichen ihnen die sichere Aufzucht ihrer Jungen.
Wir Menschen sind dafür verantwortlich, dass der natürliche Lebensraum vieler Vogelarten immer kleiner wird. Park- und Gartenanlagen sehen zwar schön aus, bieten aber den meisten Vögeln nicht mehr genügend Unterschlupf- und Brutmöglichkeiten. Ebenso verhält es sich mit modernen Wohnhäusern, die keine einzige Mauerritze oder überhängende Giebel mehr besitzen. Es fehlen wilde Wiesen, wuchernden Hecken, alte Gemäuer oder offene Ställe. Jegliche Art von Modernisierung, Gebäudesanierung und künstlicher Begrünung macht unserer Vogelwelt das Leben schwer.



Können Sie sich noch an die riesigen Spatzenschwärme aus Ihrer Kindheit erinnern? Oder an die vielen verschiedenen Meisenarten, die im Winter die Futterhäuschen bevölkerten? Wann haben Sie zuletzt Mehlschwalben und Mauersegler im Tiefflug beobachtet, die den nahenden Regen ankündigten und uns im Sommer von Mücken und Insekten befreiten?
Wissen Sie noch, wie ein Star aussieht? Wenn diese und andere heimische Vogelarten nicht aussterben sollen, dann benötigen sie unsere Hilfe in Form von zusätzlichen Nisthilfen und Nistkästen.

Ein Nistkasten wird in angemessener Höhe auf einem Baum, nur in seltenen Fällen am Haus in direkter Nähe von Türen oder Fenstern (Ausnahme: Schwalbenbretter), angebracht. Die Seitenwand einer Garage oder eines Schuppens eignet sich jedoch hervorragend.

Viele Singvögel kommen im Frühling nach Deutschland, Österreich, in die Schweiz, um hier zu brüten und ihren Nachwuchs aufzuziehen.
Sorgen Sie mit einem Nistkasten in Ihrem eigenen Garten dafür, dass dies noch lange so bleibt. Sonst suchen sich die Zugvögel bald andere Gebiete und das alte Kinderlied "Alle Vögel sind schon da... Amsel, Drossel, Fink und Star" gehört irgendwann der Vergangenheit an.
Die kleinen gefiederten Gesellen nehmen gern die Hilfe eines Nistkastens in Anspruch.



Die Größe des Schlupflochs entscheidet übrigens darüber, welche Vogelart sich "einnistet".
Instinktiv wissen Vögel, dass künstliche Bruthilfen besten Schutz vor Feinden wie Katze, Marder oder Bussard bieten. Ein freies Nest in einer Astgabel ist nur in einem dichten Dornengestrüpp oder einem großen, kräftigen Baum mit dichtem Blätterdach einigermaßen sicher.
Ein Nistkasten muss in erster Linie praktisch und für den Vogel gut erreichbar sein. Ästhetische Gesichtspunkte stehen an zweiter Stelle. Einer Blaumeise ist es egal, ob ihr Nistplatz außen schön bunt ist. Unter Umständen verschmäht sie ein zu farbiges Vogelhaus. Naturholz und Rindenholz hingegen mag jede Vogelart.

Überlegen Sie also genau, ob Sie ein oder mehrere brütende Vogelpärchen in Ihrem Garten beherbergen möchten oder sich nur an bunten Farbklecksen erfreuen wollen. Der baulichen Gestaltung Ihres Nistkastens sind jedoch keine Grenzen gesetzt. Bauhaus- oder Hundertwasserstil - alles ist möglich. Zwischen den einzelnen Nistplätzen muss ein Abstand von mindestens 15 Metern eingehalten werden. Ein geräumiger Nistkasten wird gelegentlich auch von Fledermäusen genutzt.

  • Video: Nistkasten bauen




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